Bayernliga Süd: Erstmalig ein torloses Remis

 
Torwart Daniel Martin entschärfte alle Möglichkeiten der Kirchanschöringer Gäste, die aufs Tor kamen. Doch auch den Nördlingern gelang kein Treffer. Foto: Dieter Mack

 

07.04.2026 | Quelle: Rieser Nachrichten (Klaus Jais)

Der TSV Nördlingen bleiben gegen den SV Kirchanschöring torlos. Trotz des Punktes gegen den Tabellendritten ist Trainer Kerscher nicht zufrieden.

Zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison spielte Fußball-Bayernligist TSV 1861 Nördlingen torlos 0:0 und es war auch das erste von bisher insgesamt 24 Spielen, in denen den Riesern kein Tor gelang. Der Gegner SV Kirchanschöring blieb dagegen bereits beim vierten Auswärtsspiel ohne Gegentor. Die Oberbayern kassierten bislang bei ihren Auswärtsfahrten erst elf Gegentore, weniger hat keine andere Mannschaft.

Bei frühlingshaften Temperaturen kamen 480 Zuschauer ins Gerd-Müller-Stadion, die von Beginn an eine offensivfreudige TSV-Mannschaft sahen. Nördlingens Trainer Daniel Kerscher hatte gegenüber dem jüngsten Spiel (1:1 gegen den SV Erlbach) keine Änderungen in der Startformation vorgenommen. Gästetrainer Thomas Leberfinger brachte gegenüber dem letzten Spiel (4:0-Sieg gegen den FC Sturm Hauzenberg) Luca Obirei anstatt Christoph Dinkelbach. Mit dem 0:0 blieben auch die Serien beider Mannschaften bestehen: Die Rieser sind nun bereits zwölf Spiele ungeschlagen, der SV Kirchanschöring baute seine Miniserie auf vier Spiele ohne Niederlage aus.

Das Spiel brachte auch das direkte Aufeinandertreffen der beiden erfolgreichsten Torjäger der Bayernliga Süd zwischen Simon Gruber (21 Tore) und Jonas Kronbichler (20 Tore). Die erste dicke Chance hatten die Gastgeber durch Johannes Fiedler (5.). Die Rieser hatten etwas mehr an Ballbesitz und wieder Abschlusspech bei einem 16-Meter-Schuss von Bernd Rathgeber (12.). Stark auch ein Kopfball von Gruber nach einer Flanke von Manuel Meyer, doch im Tiefflug köpfte er ganz knapp vorbei. Mitte der ersten Hälfte ging David Lobendank im Strafraum recht unsanft gegen Mario Szabo vor, doch der gut postierte Schiedsrichter sah kein elfmeterwürdiges Foul. Die beste Chance der Gäste ging einher mit dem Halbzeitpfiff, doch der Schrägschuss von Lobendank verfehlte knapp das lange Eck.

Zehn Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als Lobendank scharf vors Tor gab, doch Torwart Daniel Martin bekam das Leder im Nachfassen unter Kontrolle. Auf der Gegenseite verhinderte Torwart Egon Weber mit einer Glanzparade bei einem Freistoßhammer von Jens Schüler das 1:0 (70.). Gruber kam im Strafraum einfach nicht zum Abschluss und Andreas Schröter wurde gerade noch geblockt (74./75.). Auch bei einem Eckball von Meyer musste sich Weber strecken, um die Kugel an die Latte zu lenken (77.). Eine dicke Chance hatte auch noch Schröter, doch aus neun Metern zielte er über das Tor (83.).

Schiedsrichter Stefan Treiber (FC Zell-Bruck, Gruppe Neuburg) verteilte vier gelbe Karten gegen die Platzherren (drei wegen taktischen Fouls) und nur eine gelbe Karte gegen die Gäste.

Daniel Kerscher, Trainer des TSV Nördlingen: „Aufgrund des Spielverlaufs sind wir mit dem einen Punkt nicht zufrieden und eher enttäuscht. Es war ein Spiel, in dem der gewonnen hätte, der das 1:0 erzielt hätte. Da wir immerhin den Tabellendritten zum Gegner hatten, könnte man mit dem 0:0 zufrieden sein, aber es war mehr drin.“

Thomas Leberfinger, Trainer des SV Kirchanschöring: „Die Gastgeber waren der erwartete Gegner. Ein Blick auf die Rückrundentabelle sagt eigentlich alles. Die Nördlingen haben sehr viel Selbstvertrauen, hatten im Gegensatz zu uns am Donnerstag kein Spiel und auch die weite Busfahrt belastet die Spieler. Außerdem hatten wir vor wenigen Tagen noch Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und heute waren es 20 Grad. Dass beide Torjäger diesmal leer ausgingen, spricht auch für beide Abwehrreihen. Unter dem Strich haben wir es heute gut gemacht.“

TSV Nördlingen: Martin; Fiedler, Schüler, Hans Rathgeber (ab 74. Bosch), Szabo, Mayer, Taglieber (ab 63. Reicherzer), Bernd Rathgeber, Gruber, Meyer (ab 78. Högg), Schröter

SV Kirchanschöring: Weber; Obirei, Kronbichler, Nicklas, Van De Wiel (ab 90.+2 Fikret), Auerhammer, Lobendank (ab 63. Krämer), Omelanowsky, Rosenstatter, Reiter (ab 84. Schweinsteiger), Schwarz

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