Bayernliga Süd: TSV hat noch eine Rechnung offen

 
Es wird anstrengend für die Nördlinger: Die Partie gegen Sturm Hauzenberg ist die erste von fünf in nur 15 Tagen. In Grün: Jens Schüler (am Ball) und Mario Szabo im Spiel gegen Landsberg. Foto: Christian Rudnik

 

18.04.2026 | Quelle: Rieser Nachrichten (Nico Lutz)

Der TSV empfängt am Samstag den abstiegsbedrohten FC Sturm Hauzenberg. Die Erinnerung an das Hinspiel schmerzt – gelingt die Revanche?

Zwölf Spiele lang blieb der TSV Nördlingen in der Fußball-Bayernliga ungeschlagen, jetzt ist die Serie gerissen: Nach der Niederlage beim Aufstiegsaspiranten Landsberg wollen die Rieser an diesem Samstag um 15.30 Uhr im Heimspiel gegen Sturm Hauzenberg wieder in die Spur finden. Es ist der Auftakt für gleich zwei „englische Wochen“.

 

 

Nicht nur die erste Pleite seit Anfang Oktober, sondern auch ein ungewohntes Bild in der Offensive prägte den jüngsten Auftritt der Nördlinger. Nachdem der TSV in den ersten 23 Saisonspielen immer mindestens einmal getroffen hatte, blieb die Mannschaft zweimal in Folge ohne Torerfolg. Für Trainer Daniel Kerscher gibt es dafür mehrere Gründe: „Zum einen waren wir, speziell gegen Landsberg, im letzten Drittel zu harmlos und hatten zu viele Ballverluste. Allerdings war der Hauptgrund sicherlich die Gegner: Kirchanschöring im Heimspiel und allen voran Landsberg im Auswärtsspiel hatten eine hervorragende Defensive.“ Zumindest Letzteres dürfte im anstehenden Duell mit Sturm Hauzenberg nicht als Ausrede gelten. Der Aufsteiger stellt mit 51 Gegentoren die drittschlechteste Defensive der Liga. Überhaupt trifft Nördlingen auf einen Gegner, der tabellarisch in einer ganz anderen Situation steckt: „Der Spielplan der Bayernliga ist dieses Jahr fast schon ein bisschen kurios, da wir jetzt nahezu alle Top-Mannschaften – Deisenhofen, Erlbach, Kirchanschöring und Landsberg – nacheinander hatten. Mit Hauzenberg wartet nun ein Team, das mit dem Rücken zur Wand steht und dringend punkten muss“, sagt Kerscher. Die Niederbayern rangieren mit 18 Punkten auf Platz 15, in den letzten fünf Partien verbuchten sie zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Vergangenen Dienstag spielte der Sturm im Derby mit Schalding-Heining torlos Remis. Ganze 14 Zähler trennen den Bayernliga-Debütanten vom rettenden Ufer. Dementsprechend dürfte es für den Vorjahresmeister der Landesliga Mitte nur noch darum gehen, den Relegationsplatz zu verteidigen. Türkspor Augsburg belegt mit vier Punkten weniger den ersten von zwei direkten Abstiegsrängen.

Vor allem in der Fremde läuft es bei den Niederbayern nicht rund, in zwölf Anläufen brachte Hauzenberg nur einen einzigen Punkt mit in die Heimat zurück. Trotzdem erwartet Kerscher einen harten Kampf: „Sie werden kämpferisch alles geben, um etwas aus Nördlingen mitzunehmen. Im Heimspiel wollen wir unseren Zuschauern ein gutes Spiel zeigen und werden alles für einen Heimsieg tun.“ Dass Hauzenberg ein unangenehmer Gegner ist, musste der TSV im Hinspiel erfahren. Das allererste Aufeinandertreffen der beiden Teams jemals entschieden die Staffelberg-Kicker mit 3:1 für sich. „Hauzenberg ist von meinen Trainerkollegen Alexander Geiger und Dominik Schwarz hervorragend auf den jeweiligen Gegner eingestellt. Sie spielen sehr diszipliniert und schalten schnell über Außen um“, analysiert Kerscher. Dabei fehlt dem Sturm des Sturms jedoch ein Knipser: Die 18 erzielten Tore sind ligaweit die zweitwenigsten, in mehr als der Hälfte seiner Partien blieb Hauzenberg ohne eigenen Treffer.

Mit dem Heimspiel beginnt für den TSV Nördlingen eine intensive Phase. Innerhalb von nur 15 Tagen stehen fünf Ligapartien auf dem Programm des Tabellenachten: Neben den regulären Ansetzungen gegen Hauzenberg, Kottern und Ismaning werden zwischendurch die Nachholspiele gegen Schalding-Heining (Dienstag, 21. April) sowie Pipinsried (Di., 28. April) ausgetragen. Personell kann der Übungsleiter nahezu aus dem Vollen schöpfen: Abgesehen von den Langzeitverletzten steht lediglich Julian Bosch diesen Samstag aus privaten Gründen nicht zur Verfügung.

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