Bayernliga Süd: TSV beendet Durststrecke gegen Deisenhofen

 
Das Tor zum 1:0 nach nicht einmal zwei Minuten sorgte für großen Jubel beim TSV Nördlingen und war zugleich der Siegtreffer gegen den FC Deisenhofen. Foto: Dieter Mack

 

16.03.2026 | Quelle: Rieser Nachrichten

Den Rieser Bayernliga-Fußballern gelingt bereits in der 2. Minute das Siegtor, sie bauen damit ihre Erfolgsserie weiter aus. Bis der 1:0-Erfolg unter Dach und Fach ist, ist es aber ein schwerer Weg.

19 Spiele in Folge kassierte Fußball-Bayernligist TSV Nördlingen grundsätzlich mindestens ein Gegentor. Nun ließen die Rieser dem ersten Auswärtsspiel ohne Gegentor (bei Türkgücü München) das erste Zu-Null-Spiel vor heimischem Publikum folgen: Vor 220 Zuschauern bei ungemütlichen Temperaturen gewannen die Kerscher-Schützlinge gegen den FC Deisenhofen 1:0, wobei das Siegtor durch Mario Szabo bereits nach 100 Sekunden fiel. Die Erfolgsserie des TSV liegt nun bei acht Spielen ohne Niederlage. Das bisher letzte TSV-Heimspiel ohne Gegentor war übrigens auch gegen den FC Deisenhofen (am 1. Mai letzten Jahres 0:0).

Im insgesamt zehnten Vergleich in der Bayernliga war es erst der zweite Sieg des TSV Nördlingen über den FC Deisenhofen. Der letzte TSV-Sieg war bereits am 8. Oktober 2022 (3:2 durch die Tore von Schröter, Meyer und Gruber). TSV-Trainer Daniel Kerscher veränderte die Anfangsformation gegenüber der Vorwoche auf einer Position: Für Patrick Högg spielte Alexander Schröter.

Bereits in der zweiten Minute fiel das 1:0, als nach der ersten Ecke die Gäste das Leder nicht aus der Gefahrenzone brachten, bis schließlich Jens Schüler auf Szabo spielte und der markierte mit einem Flachschuss aus 15 Metern sein zweites Saisontor. Drei Minuten später parierte Gästekeeper Maximilian Obermeier einen Linksschuss von Simon Gruber. Ein weiterer Linksschuss von Manuel Meyer wurde knapp über das Tor zur Ecke abgefälscht (8.). Die Gäste hatten lange Zeit nur selten Abschlüsse. Niclas Groß zielte aus 17 Metern weit drüber (20.). Doch sie wurden immer dominanter und hatten in der 23. Minute eine dicke Ausgleichschance, doch Lukas Kretzschmar scheiterte aus fünf Metern am glänzend reagierenden Torwart Daniel Martin.

Beim TSV gefiel Manuel Meyer durch schöne Flankenläufe, doch die Hereingaben in die Mitte landeten regelmäßig beim Gegner. Die Oberbayern waren die spielerisch bessere Mannschaft, doch ihnen fehlte ein Vollstrecker. Jan Krettek kam beinahe zum Abschluss, aber Torwart Martin war schneller. Ein Flachschuss von Kretzschmar aus 25 Metern flog ganz knapp am Pfosten vorbei (32.) und auch ein Hinterhaltsschuss von Lennard Jung flog knapp über die Latte.

Die erste erwähnenswerte Szene der zweiten Halbzeit ließ bis zur 58. Minute auf sich warten: Gruber wollte zum mitgelaufenen Bernd Rathgeber abspielen, doch ein FCD-Spieler ging dazwischen und lenkte die Kugel knapp am eigenen Tor vorbei. Auf der anderen Seite kam Krettek frei zum Kopfball, doch er zielte genau dorthin, wo Torwart Martin bereits stand (67.). In der 76. Minute gab es bereits die letzte gute Offensivszene der Platzherren, als Gruber auf Mario Taglieber spielte, aber der Maihinger verpasste sein zweites Saisontor. Auch mehrere Wechsel der Gäste verbesserten nicht deren Durchschlagskraft. Ein letzter Versuch von Groß aus 17 Metern flog über das Tor (81.). Es war sicherlich kein unverdienter Sieg, aber mit nunmehr 34 Punkten sind die Rieser auf dem besten Wege, die Ligazugehörigkeit zu sichern. Mit erst einer Heimniederlage in zehn Heimspielen gehören die Nördlinger zu den heimstärksten Mannschaften der Liga. Schiedsrichter Michael Dotzel (TSV Heidenfeld/Unterfranken) verteilte in einem keineswegs unfairen Spiel insgesamt neun Gelbe Karten, davon fünf gegen den Gastgeber.

Daniel Kerscher, Trainer des TSV Nördlingen: „Ein unglaublich schweres Spiel für uns gegen den Tabellendritten aus Deisenhofen. Wir mussten heute extrem kämpfen und auch leiden, da Deisenhofen mit Positionsspiel und Passsicherheit ein sehr guter Gegner ist. Deshalb freut mich das Ergebnis heute umso mehr, da wir es wieder geschafft haben, ohne Gegentor zu bleiben. Ein Verdienst der gesamten Mannschaft!“

Andreas Pummer, Trainer des FC Deisenhofen: „Das Spiel ging eigentlich 88 Minuten in eine Richtung. Wir hatten bereits in der ersten Hälfte unsere Torchancen, aber immer wieder trafen die Spieler die falschen Entscheidungen. Wir spielen und spielen und spielen, aber wir brauchen uns nicht beschweren, wenn es dann am Ende 1:0 für den Gegner heißt. Eine Aktion hat heute den Gastgebern zum Sieg gereicht. Im Gegensatz zu Nördlingen hatten wir ein Mittwochspiel, da wird es mit zunehmender Spieldauer immer schwerer zurückzukommen.“

TSV Nördlingen : Martin; Fiedler, Schüler, Szabo, Hans Rathgeber, Mayer, Taglieber, Bernd Rathgeber (ab 74. Reicherzer), Gruber (ab 89. Yildiz), Schröter (ab 73. Högg), Meyer

FC Deisenhofen: Obermeier; Nickl, Gkasimoagiazov, Jost (ab 85. Perneker), Schmid, Krettek (ab78. Gandl), Kretzschmar (ab 78. Weber), Köber, Jung, Seidl (ab 64. Herrmann), Groß

TPL_BEEZ2_ADDITIONAL_INFORMATION

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok