Landesliga Südwest: Brandts dritter Doppelpack in Folge

6. August 2015 | von Klaus Jais

Der Greiselbacher im Trikot des TSV Nördlingen erweist sich erneut als besonders effektiv

Zum zweiten Mal in Folge schnürte Fußball-Landesligist TSV Nördlingen einen Viererpack. Dem 4:3-Sieg beim TSV Aindling ließen die Rieser gestern Abend einen 4:1 (3:1)-Heimsieg über den Bayernligaabsteiger SV Raisting folgen.

TSV-Trainer Franz Wokon bot die gleiche Anfangself wie in Aindling auf und nach einer Schrecksekunde in der ersten Minute, als sich Ludwig Huber die Kugel zu weit vorlegte, fanden die Gastgeber schnell ins Spiel. Ein frühes Tor erwies sich als „Türöffner“ für den weiteren Verlauf der ersten Halbzeit. Nico Hensolt und Manuel Meyer bereiteten vor und Julian Brandt vollstreckte, wobei Torwart Urban Schaidhauf noch am Leder war (3.). Nur fünf Minuten später eine erste Großchance für Robin Helmschrott nach einem Meyer-Zuspiel, doch er scheiterte am Gästekeeper. Dann beinahe ein Eigentor von Manuel Blatt, als Stefan Rieß und Daniel Holzmann harmonierten (12.).

„Wir sind von Anfang an volles Tempo gegangen und haben uns hervorragende Torchancen erspielt, aber die Effektivität hat gefehlt“, meinte TSV-Coach Wokon zur ersten halben Stunde. Insbesondere Holzmann und Brandt trafen vor dem Tor oft die falsche Entscheidung, sodass der flotte Angriffsfußball der Gastgeber lange nicht honoriert wurde. Von den Gästen ging nahezu keine Gefahr aus, ein Freistoß von Huber über das Tor war bis zur Endphase der ersten Hälfte die einzige gute Szene (26.). In der 31. Minute das hochverdiente 2:0, als Meyer am linken Flügel Zweikampfstärke bewies und in der Mitte Brandt seine Hereingabe gekonnt verwertete. Zum dritten Mal in Folge (einschließlich des Bezirksligaspiels) gelang somit dem Greiselbacher ein Doppelpack. In der 39. Minute sogar das 3:0 durch den aus der Tiefe des Raumes auftauchenden Robin Helmschrott.

Doch die letzten Minuten der ersten Hälfte gehörten den bis dahin harmlosen Oberbayern. Torwart Behrens hatte erst in der 42. Minute seine erste Bewährungsprobe bei einem Flachschuss von Huber. Und Huber war es auch, der in der Nachspielzeit eine weite Freistoßflanke aus fünf Metern zum 3:1 einköpfte. „Dieses Tor unmittelbar vor Seitenwechsel darf einer cleveren Mannschaft nicht passieren“, ärgerte sich Trainer Wokon, der seine Mannschaft mehrfach auf die unmittelbar bevorstehende Halbzeitpause hingewiesen hatte.

In der zweiten Hälfte mussten insbesondere die Platzherren ihrem hohen Tempo aus der ersten Hälfte Tribut zollen. „Wir wollten die Ordnung halten, kompakt stehen und durch schnelle Konter nachlegen, doch der letzte Pass war oft zu ungenau“, meinte Trainer Wokon zur zweiten Hälfte. Brandt hatte nach 52 Minuten eine erste Chance, doch seinen strammen Schuss parierte Torwart Schaidhauf. Eine Stunde war gespielt, als Holzmann auf Florian Lamprecht passte, doch der konnte das Zuspiel nicht mehr richtig verwerten.

Die Gäste konnten im zweiten Abschnitt das Spiel offener gestalten, ohne aber torgefährlicher zu werden. Nach 67 Minuten war das Spiel entschieden, denn Kapitän Fabian Klingl foulte Holzmann und Schiedsrichter Roland Gawlik (Gruppe Nürnberg) zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Michael Knötzinger verwandelte sicher zum 4:1. Danach gab es noch die eine oder andere Chance. Der eingewechselte Dominik Kohnle hatte noch zwei gute Offensivszenen (79./89.), aber kein Glück im Abschluss. Aber auch die Gäste zogen durch Huber (84.) und Ali Ghazi (87.) noch zweimal vom Leder, zielten aber einmal mehr vorbei.

TSV Nördlingen: Behrens; Lamprecht, Nico Hensolt, Raab, Leibhard, Holzmann, Rieß (ab 72. Kohnle), Knötzinger, Meyer, Helmschrott (ab 77. Schröter), Brandt (ab 84. Rothgang)

SV Raisting: Schaidhauf; Stöckl, Franz, Al-Hamawei (ab 66. Ghrir), Baumgartner (ab 46. Ghazi), Huber, Breitenmoser, Kümmerle, Enzi (ab 75. Steindl), Klingl, Blatt

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