Landesliga Südwest: TSV will mit Heimspielstärke auftrumpfen

 

  TSV-Trainer Tobias Luderschmid (rechts) bei der Trainingsarbeit mit Matthias Kefer. Links Julian Brandt, dessen Vater den heutigen Gegner Dinkelsbühl trainiert, daneben Sascha Hof. Foto: Klaus Jais

09. August 2014 | von Klaus Jais

Das Derby heute um 17 Uhr gegen die Dinkelsbühler Sportfreunde hat seinen besonderen Reiz

Das heutige Landesligaderby zwischen dem TSV Nördlingen und dem SV Sportfreunde Dinkelsbühl (Beginn 17 Uhr, Gerd-Müller-Stadion) hat gegenüber der Vorsaison absolut nichts an seinem Reiz verloren. Im Gegenteil: Trainer bei den Mittelfranken ist seit dieser Saison der Greiselbacher Norbert Brandt, der von 2005 bis 2008 die U17-Junioren des TSV Nördlingen und von 2008 bis 2010 die TSV-Herren in der Bezirksoberliga trainierte. Von 2010 bis 2013 war Brandt Trainer beim SC Aufkirchen und anschließend ein Jahr ohne Engagement. Pikant: Brandts Sohn Julian gehört zum Kader der Landesligamannschaft des TSV; in dieser Saison hatte er drei Kurzeinsätze.

„Man kann durchaus von einem durchwachsenen Start sprechen, doch es gibt Gründe für die ausgeglichene Bilanz“, meint TSV-Trainer Tobias Luderschmid, der während der Woche in Ottobeuren als BFV-Trainer wirkte und sich deshalb über eine sehr kurze Anreise zum Pokalspiel in Memmingen-Ost freuen konnte. „Es haben bislang jede Menge Spieler gefehlt. Unter diesen Umständen kann man schon mal verlieren, aber nicht so wie in Ottobeuren und in Oberweikertshofen. Bei 13 Gegentoren innerhalb einer Woche bekommt man als Trainer graue Haare. Aktuell muss auch ich meine Ansprüche herunterschrauben“, erklärt Luderschmid, der von seiner Mannschaft fordert ruhig zu bleiben und sich mehr zu wehren. Gegen Dinkelsbühl scheint die personelle Situation etwas günstiger zu sein, stehen doch die aus dem Urlaub zurückgekehrten Nico Hensolt und Stefan Rieß wieder zur Verfügung. Auch Daniel Hensolt ist wieder da, doch seine Rippenverletzung wird wohl noch ein weiteres Spiel Pause erfordern. Kein Thema sind übrigens zurzeit die letztjährigen Abwehrspieler Leonid Bagrov und Philipp Dinkelmeier, da beide kaum trainieren können.

„Ich hoffe, dass wir gegen Dinkelsbühl unser Heimgesicht zeigen. So wie gegen Kaufbeuren, als wir das Spiel fast die komplette Spielzeit kontrolliert haben“, meint Luderschmid, der während der Woche von David Wittner vertreten wurde. „Nach einem Mittwochspiel steht am Donnerstag die Regeneration im Vordergrund, das habe ich mit der Mannschaft noch in Memmingen besprochen. Die wissen auch ohne mich, was zu tun ist“, so Luderschmid, der den dritten Heimsieg im vierten Heimspiel anstrebt. Die Gäste haben mit Pascal Haltmayer (zum Bayernligisten SpVgg Ansbach) einen ihrer torgefährlichsten Spieler der letzten Saison (elf Saisontore) verloren, doch der Kader wurde zumindest in der Breite verstärkt. Neu sind Manuel Consentino, Oliver Schuller (beide TSV Wassertrüdingen), Paul Raddatz (SpVgg Ansbach), Tobias Babel (SC Aufkirchen), Jens Eiberger (VfB Ellenberg) und Marco Neuhäusler (JFG Wörnitzkickers Dinkelsbühl). Die Mittelfranken liegen zwei Punkte hinter dem TSV Nördlingen, wobei sich die sechs Zähler aus einem Sieg (letzte Woche zu Hause gegen den FC Affing) und drei Unentschieden (gegen Kaufbeuren, Fürstenfeldbruck und Gundelfingen) errechnen. Verloren haben die Dinkelsbühler erst zweimal, nämlich am zweiten Spieltag in Oberweikertshofen (nur 1:2) und am fünften Spieltag beim SC Ichenhausen (0:3). Der Pokalschreck der letzten Saison (auch der TSV Nördlingen flog gegen die Mittelfranken raus) blieb diesmal schon in der ersten Hauptrunde auf der Strecke, erreichte aber gegen den Nord-Bayernligisten SV Viktoria Aschaffenburg ein mehr als respektables Resultat (1:2).

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